Cluseo

Künstlerportraits als Herausforderung

In über 30 Jahren, in denen ich als Fotograf unterwegs bin, habe ich zahllose Musiker und Schauspieler mit meinen Kameras ablichten dürfen. Eigentlich müsste es doch sehr einfach sein, mit bühnenerfahrenen Menschen zu arbeiten. Diese anfängliche Einschätzung stellte sich als Trugschluss heraus. 

Für Schauspieler gehört es zum Alltag, in Rollen zu schlüpfen, sich in Persönlichkeiten hineinzuversetzen und zu andere Charaktere spielen. Dieses „Spielen“ hört vor der der Kamera nicht auf. In aller Regel interessiert mich aber die gespielte Seite für die Fotos nicht, denn es geht mir um einen Blick hinter die Fassade.

Notwendig dafür ist eine Mitarbeit der fotografierten Person. Sie sollte sich darauf einlassen und sich nicht in einer „Rolle“ verstecken. Wenn es aber um die Person ohne Rolle geht, macht sich eine große Kamerascheu breit. Dieses Phänomen ist auch auch sehr stark bei Musikern verbreitet, die in ihre Rolle auf der Bühne schlüpfen und versuchen, sich zu verstecken. Der Zweck, für den die Fotos gemacht werden, spielt eine große Rolle, denn wenn es um ein offizielles Foto für die Website z. B. geht, darf das „Bühnengesicht“ zu sehen sein. Immer wieder erhalte ich von Zeitschriften das Briefing: Die Person einfach mal Neu und Anders zu zeigen. Das ist eine schöne Herausforderung, die ich sehr gerne annehme. Die wenigen Beispiele in diesem Blog zeigen: Cluseo, Yehudi Menuhin, Esther Schweins, Vanessa Mae, Fritz Carl und Gloria Campaner.

Cluseo Fritz Carl163_E Gloria 0025 Schweins 1 VANESSA Yehudi Menuhin

 

Besuch aus Nepal im Fotoraum Reinhold

Gestern war Bishnu Chaudhary, der ich 2012 in Nepal begegnen durfte, zu Besuch in meinem Hamburger Studio. Sie ist auf der Durchreise nach München, wo Sie morgen auf dem Königsplatz vor rund 20.000 Menschen ihre Geschichte erzählen wird: Als Kind musste sie als Leibeigene für eine reiche Familie arbeiten bis sie befreit wurde. Nun geht sie zur Schule und möchte Anwältin werden, um sich für die Rechte von Frauen einzusetzen.

Ich habe gestern eine spannende, junge und starke Frau kennen gelernt, die sicherlich ihren Weg gehen wird. Für mein Foto hat sie ihre Nepalesische Tracht angezogen. Dieses Bild ist mit der Sony 7R und einem 85 mm Objektiv von Zeiss entstanden, um alle kleinen und prachtvollen Details abzubilden.Bishnu-6

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Vernissage bei BHM Penlaw in Hamburg mit Fotografien von Friedrun Reinhold

Mit rund 130 Gästen waren die Räume der Kanzlei am Holstenwall gut gefüllt.

Neben viel Prominenz aus Wirtschaft und Kultur waren die Redner des Abends Thorsten Schröder und Christian Graf von Bassewitz.

Die Gastgeber Philipp Hermes, Dr. Rosa Sanchez und Cornelius von Cramm begleiteten mit kleinen Köstlichkeiten und viel Humor durch den langen Abend.

Natürlich können die Fotos nach vorheriger Absprache gerne bis Mitte März angeschaut werden.

 

Das Plan Stiftungszentrum:

Ideen in gute Taten umwandeln auf Basis von gemeinsamen Visionen, Visionen einer besseren Zukunft – das ist das Ziel des Plan Stiftungszentrums. 2005 von Plan International Deutschland gegründet, kommt das Plan Stiftungszentrum seit nun mehr 10 Jahren dem zunehmenden Beratungsbedarf im Stiftungswesen nach. Privatpersonen und Unternehmen haben hier vielfältige Möglichkeiten, sich für eine Verbesserung des Lebensumfeldes von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzusetzen; sie können eine eigene Stiftung gründen, zustiften oder Projekte unterstützen. Auch externe Stiftungen werden im Plan Stiftungszentrum beraten und begleitet. Gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk Plan werden Projekte für Kinder in 51 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Deutschland gefördert. Damit erhalten diese Kinder eine Chance auf Bildung und eine eigene Zukunft. 2014 wurde das Plan Stiftungszentrum für die transparente und vertrauensvolle Treuhandverwaltung mit dem Qualitätssiegel des Bundesverbands Deutscher Stiftungen ausgezeichnet.

 

Die Kinderportraits

Die Erwartungen und Wünsche, die heute an Portraits gestellt werden, sind sehr hoch. Sie reichen in unserer digitalen Mediengesellschaft von der Repräsentation des sozialen Status bis zur psychologischen Charakterisierung. Das Gesicht ist Ausdrucksträger des menschlichen Charakters schlechthin. Dieser Ansatz der westlichen Welt wird in den Ländern Sambia, Nepal und Ecuador stark relativiert. Die dort entstandenen Portraits von Kindern und Jugendlichen, herausgelöst aus der vorhandenen Umgebung, lassen einen anderen, intensiveren Blick auf das Wesen der Kinder zu. Die Facetten des Gesichtes, der konzentrierte Blick, das verlegene oder offene Lachen, die Traurigkeit in den Augen, all das wird deutlich in den Fotografien von Friedrun Reinhold. Dieser vermeintlich reduzierte Blick ermöglicht erst die Konzentration auf die Physiognomie, das Hineingleiten in die Gesichter und Seele der Kinder. Und wenn der Blick des Betrachters von den Augen gefangen wird, dann dreht sich alles um: Denn plötzlich ist im Auge zum Einen die ganze Außenwelt erkennbar, zum Anderen aber ein Blick in die Seele jedes Kindes erahnbar.

 

Die Horizonte

Oft habe ich auf´s Meer geschaut.

Lange ist mein Blick den Wellen gefolgt.

Aber meistens hat mich der Himmel über dem Meer nachhaltiger gefesselt als das Tosen der Ozeane. Die unterschiedlichen Rhythmen von Wasser und Wolken haben immer einen ganz eigenen Klang erzeugt.

Was in diesen Fotos bleibt, ist die Weite des Himmels.

Oft sind diese Bilder am Rande von kommerziellen Aufträgen in Europa, Amerika und Asien entstanden.

Während des Locationchecks.

Beim Warten auf das richtige Foto-Licht.

Aus Respekt gegenüber den Naturgewalten.

Aber immer ist es Himmel über dem Meer.

Diese Fotos sind in den letzten 15 Jahren rund um den Globus entstanden.

Am Ocean Drive in Miami South Beach

In Terengganu.

An der Elbe bei Finkenwerder.

Am Skagerak.

Es spielt aber überhaupt keine Rolle.

Und nur auf ganz wenigen der Fotos ist ein geografischer Bezug sichtbar.

Entscheidend ist die Weite.

Die Leere.

Die Gedanken.

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